Jugend und Medien
Der von der ZHAW entwickelte und gemeinsam mit dem nationalen Programm Jugend und Medien herausgegebene Leitfaden «Medienkompetenz – Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien» beantwortet die wichtigsten Fragen, die sich Eltern im Zusammenhang mit der Mediennutzung ihrer Kinder stellen.
Ergänzend zum Ratgeber fasst ein Flyer die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien in zehn goldenen Regeln zusammen (bestellen).

 
 
 

Sich über Erziehung zu informieren, ist ein erster Schritt zu Prävention

Indem Eltern eine konsistente Erziehung anstreben, verlässliche und konstante Bezugspersonen für ihre Kinder darstellen und für positive Erlebnisse und fördernde Umgebungen sorgen, fördern sie Gewalt hemmende Schutzfaktoren.
Informationen zum Thema Erziehung erhalten Eltern einerseits durch Fachstellen wie der Mütter- und Väterberatung oder durch Hausärzte, andererseits können sie sich auch selbst über verschiedene Kanäle informieren. Hier jedoch die relevanten Informationen zu erkennen, kann für Eltern ebenso schwierig sein, wie die guten Ratschläge im Alltag umzusetzen.

Nützlich sind deshalb Empfehlungen für Bücher, Artikel und Filme rund um die Themen frühkindliche Betreuung und Erziehung wie zum Beispiel jene auf der Website «Elternbriefe» der Pro Juventute oder der Vereinigung Elternbildung. Weiter sind für Eltern Übersichten von existierenden Fachstellen hilfreich wie «1001 Adressen», ein Angebot der Zeitschrift Fritz und Fränzi.

Eltern und Betreuungspersonen sensibilisieren
Kampagnen wie beispielsweise «Stark durch Erziehung», lanciert von Elternbildung CH, oder die Elternbriefe der Pro Juventute dienen der universellen Frühprävention und der Sensibilisierung für das Thema Erziehung bei der Bevölkerung. Vorteile von solchen Informationskampagnen sind:

  • Grosse Reichweite: Die breite Bevölkerung wird angesprochen.
  • Anonymität: Einfache und anonyme Nutzung und damit niedrige Partizipationsschwelle.
  • Zeitunabhängigkeit: Die Betroffen können selber bestimmen, welche Informationen sie wann konsumieren wollen.
  • Ortsunabhängigkeit: Oft kostengünstig und mit einem geringeren Aufwand verbunden, Teilnahme ist von zu Hause aus möglich.


Nachteile sind, dass die Teilnahme wenig bindend und eine Überprüfung der Professionalität des Anbieters schwierig ist. Zudem hat die fehlende Begleitung zur Folge, dass die Qualität des Angebots vom Nutzer falsch eingeschätzt werden kann und Informationen missverstanden werden.

Solche universellen Informationsangebote reichen in der Regel nicht aus, sondern sollten mit zusätzlichen, spezifischen Massnahmen kombiniert werden.

 
 
 

Wo finden Eltern Informationen?

 
 

Printmedien


Telefon, Mobile


Radio, TV, DVD, CD-ROM

  • Radio- und TV-Sendungen zum Thema Familien und Erziehung, z.B. «Warum nicht über Erziehung sprechen?», eine wöchentliche Radiosendung vom Verein Familienbegleitung auf Radio Fribourg
  • Elterntrainingsprogramme als DVD, z.B. «Triple P»
  • Die Auswahl an CD-ROM zu Erziehungsthemen ist gross: Der Inhalt ist meistens als multimedialer Ratgeber mit Texten, Bildern, Animationen und Filmen aufgebaut.


Im Internet – zum Beispiel

  • Viele kantonale und kommunale Fachstellen vermitteln auf ihren Websites Informationen und Links zum Thema.
  • Hinweise, Tipps, Broschüren zum Downloaden etc. finden sich auf den Websites von Elternbildung CH und beim Eltern-Notruf
  • 1001 Adresse von Institutionen, Stellen und Vereine, die weiterhelfen, sind auf der Website von Fritz+Fränzi aufgelistet.
  • Das Online-Training zur Bewältigung von Familienstress ist ein kostenloses Internetangebot für Eltern und Erziehende mit Kinder im Alter von 1 bis 16 Jahren.
  • Blogs – z.B. der «Mama Blog» des Tagesanzeigers, der Themen rund ums Elternsein und Kinderhaben diskutiert.
  • Facebook – z.B. bei Elternbildung CH
 
 
 
 

Elternbriefe

 
 

Die Pro Juventute Elternbriefe werden seit 40 Jahren an über 65‘000 Ersteltern (rund 60%) in der Schweiz verschickt. Sie stellen damit eine wichtige Ressource der universellen Frühprävention dar.
Die Elternbriefe enthalten praxisorientierte Informationen zu Pflege, Ernährung, Erziehung, Gesundheit, Bildung und Kinderrechten und begleiten Mütter und Väter im Zusammenleben mit ihrem Kind. Die insgesamt 35 Hefte decken die Zeit von der Geburt bis zum Schulanfang ab und werden den Eltern in regelmässigen Abständen zugestellt. Sie sind in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich. Eine zusammenfassende Broschüre wird in den wichtigsten Sprachen immigrierten Minderheiten offeriert. Weiter gibt es den Grosselternbrief und Briefe zu Spezialthemen wie zum Beispiel das Trotzalter.

 
 
 
 

Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

 
 

Als eine umfassende pädagogische Grundlage für die Kinderbetreuung von 0 bis 4 Jahren ist das Arbeitsinstrument «Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz» von der Schweizerischen UNESCO-Kommission und dem netzwerk kinderbetreuung erarbeitet worden. Neben der Erläuterung der Grundbegriffe werden Leitprinzipien für Eltern, Tageseltern und Erziehende in Kindertageseinrichtungen formuliert. Das Projekt und das Dokument möchte zudem die Diskussion anregen über die erforderliche Qualität von frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung und so Fachleute aus Praxis, Ausbildung, Wissenschaft aber auch Politik und die interessierte Öffentlichkeit ansprechen.