Übersicht

Wirksame Gewaltprävention -

Eine Übersicht zum internationalen Wissensstand

 

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Leitfaden

Good-Practice-Kriterien. Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum

 

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Stärkung von individuellen Kompetenzen und von Rahmenbedingungen

Massnahmen der Gewaltprävention können auf das individuelle Verhalten wirken: Zum Beispiel, wenn die sozialen Kompetenzen von Jugendlichen gestärkt werden. Dies kann in der direkten Arbeit mit Jugendlichen oder indirekt über bestimmte Settings (Jugendgruppe, Familie, Schule) erfolgen. Gleichzeitig können Massnahmen zur Verbesserung von strukturellen Rahmenbedingungen – Wohnumfeld und Quartier, Förderung des Berufseinstiegs und der Integration – gewaltpräventiv wirken. Damit zeigt sich, dass verschiedene Politikfelder (z.B. Integrations- oder Bildungspolitik) indirekt Gewaltprävention betreiben.

 
 
 

An wen soll sich Gewaltprävention wenden?

Massnahmen der Gewaltprävention können je nach Zielgruppe unterschieden werden. Universelle Massnahmen richten sich an die gesamte Bevölkerung (universelle Prävention), gezielte Massnahmen an ausgewählte Gruppen mit oder ohne erhöhtem Risiko für Gewaltverhalten (selektive Prävention) oder im Sinne einer Rückfallprävention an solche, die bereits gewalttätig geworden sind (indizierte Prävention).

 
 
 

Früherkennung und Frühintervention

Massnahmen der vorbeugenden Prävention sollten verbunden sein mit Massnahmen, die Anzeichen von Gewaltverhalten möglichst früh erkennen (Früherkennung) und darauf angemessen reagieren (Frühintervention). Gleichzeitig sind Interventionen gefordert, wenn Probleme bereits bestehen und es eine Eskalation sowie Verfestigung des Problems zu verhindern gilt. Angemessene Interventionen wirken gleichzeitig präventiv, da sie weiterem Problemverhalten vorbeugen. Konzepte zur Früherkennung und Frühintervention wurden anfänglich für die Suchtprävention entwickelt. Sie finden mittlerweile auch in anderen Präventionsbereichen - insbesondere der Gewaltprävention - Anwendung. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei, dass Interventionen nicht nur auf die Reduktion der Risiken sondern auch auf die Stärkung des Individuums und der vorhandenen Ressourcen zielen sollten.