Forschungsberichte

 
 
 
 
 
 

Artikel der Zeitschrift «Soziale Sicherheit CHSS»

 
 
 

Aufbau einer Wissensbasis zur Gewaltprävention

Das Programm Jugend und Gewalt beauftragte drei verschiedene Forschungsmandate für den Aufbau einer Wissensbasis zur Gewaltprävention. Dies ist neben der praxisnahen und breiten Vermittlung des Wissens, der Vernetzung der Akteure und der Verbesserung des Zusammenwirkens von Prävention, Intervention und Repression der vierte wichtige Pfeiler des Programms.

 
 
 

1. «Übersicht über bestehende Strategien, Strukturen und Massnahmen der Gewaltprävention in der Schweiz»

Ziel dieses Mandats war es, eine Übersicht über die bestehenden Strukturen sowie Präventionsstrategien und -massnahmen in den 26 Kantonen sowie in ausgewählten Städten und Gemeinden zu erstellen. Damit sollen die Entscheidungsträger vor Ort Orientierungsbeispiele für die (Weiter-)Entwicklung ihrer eigenen Strategien und Konzepte im Bereich der Gewaltprävention erhalten. Zudem wurde die Grundlage geschaffen für einen vertieften Austausch zwischen den Akteuren. Die mit Hilfe von Interviews und Dokumentenanalyse gesammelten Daten sind in Form von 26 Kantonsportraits sowie 35 Portraits von Städten und Gemeinden vorhanden. Zudem sind die von den Kantonen, Städten und Gemeinden umgesetzten Massnahmen in einer Datenbank erfasst worden.

 

Das Mandat wurde von Charles Landert und Christine Panchaud, Landert>Partner in Zürich wahrgenommen.

 
 
 

2. «Good-Practice-Kriterien - Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum»

Das Mandat hatte die Erarbeitung von Good Practice-Kriterien (Leitfaden) für die Gewaltprävention in den Bereichen Familie, Schule und Sozialraum zum Ziel. Die Kriterien geben den verantwortlichen Akteuren Orientierung und Hilfestellungen, um für die spezifischen Bedingungen vor Ort geeignete Massnahmen auszuwählen, zu konzipieren oder anzupassen.

 

Das Mandat wurde von Carlo Fabian, Hochschule für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz, wahrgenommen.

 
 
 

3. «Wirksame Gewaltprävention - Eine Übersicht über den internationalen Wissenstand»

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fonds für Kinderschutzprojekte ist eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben worden mit dem Ziel, einen Überblick über die wissenschaftlichen, evidenzbasierten Erkenntnisse in der Prävention von aggressivem und asozialem Verhalten, Jugendgewalt, häuslicher Gewalt und Vernachlässigung zusammenzustellen. Zu diesem Zweck sind die existierenden Metaanalysen und systematischen Übersichten in diesen Themenbereichen gesammelt, klassifiziert und mit Beispielen aus der Schweiz illustriert worden.

 

Der Auftrag wurde von Prof. Manuel Eisner, Department of Criminoloy, University of Cambridge (UK) und Dr. Margit Averdijk, ETH Zürich, wahrgenommen.

 
 
 

Evaluationen

Nebst den erwähnten Forschungsaufträgen wurden während der Programmlaufzeit sechs laufende Gewaltpräventionsprojekte einer wissenschaftlichen Evaluation unterzogen.