Leitfaden

Good-Practice-Kriterien. Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum

 

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Forschungsbericht zum Leitfaden

Forschungsbericht mit Beschreibung des Prozessablaufs und ausführlichen Quellenangaben.

 

 

 
 
 

Leitfaden "Good-Practice-Kriterien - Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum"

Mit dem Aufbau einer Wissensbasis koordinierten Bund, Kantone, Städte und Gemeinden ihre Anstrengungen im Rahmen des von 2011 bis 2015 laufenden Nationalen Programms «Jugend und Gewalt». Das Ziel war es, die Wirksamkeit von Massnahmen im Bereich der Gewaltprävention bei Jugendlichen zu verbessern. Mit der Bestandesaufnahme der Strategien, Strukturen und Massnahmen der Gewaltprävention in der Schweiz, der Unterstützung von Pilotprojekten, der Evaluation von laufenden Massnahmen sowie der Durchführung von Konferenzen wurden wichtige Ziele erreicht. Ausserdem konnte die Wissensbasis um zwei neue Instrumente erweitert werden: eine Übersicht über den aktuellen internationalen Wissensstand zur Wirksamkeit von Gewaltprävention (Eisner et al., 2014) und der vorliegende Leitfaden mit Good Practice-Kriterien der Prävention von Jugendgewalt, den die Fachhochschule Nordwestschweiz in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten ausgearbeitet hat.

 

Der Leitfaden soll sowohl Entscheidungsträgern als auch Akteuren an der Basis als praktische Orientierungshilfe dienen. Die 26 ausgewählten, wissenschaftlich abgestützten Kriterien verdeutlichen die wichtigsten Faktoren, die zur Wirksamkeit von Präventionsmassnahmen in der Familie, in der Schule und im Sozialraum beitragen. Die Kriterien fussen auf bewährten Präventionsansätzen und sind dadurch allgemein gültig und langfristig anwendbar. Sie bilden eine wichtige und sichere Grundlage wenn es darum geht, wirksame Präventionsmassnahmen auszuwählen, aufzubauen oder anzupassen.

 

Dieser Beitrag ist ein erster Schritt in Richtung evidenzbasierter Prävention und versteht sich als Ergänzung zum praktischen Fachwissen. Die enge Zusammenarbeit aller betroffenen Akteure sowie die regelmässige Evaluation der Wirksamkeit von Massnahmen sollte in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Neben den Good-Practice-Kriterien braucht es zudem grundsätzliche Überlegungen zu den ethischen Aspekten von Präventionsmassnahmen und deren Integration in eine langfristig angelegte Strategie.

 

Leitfaden "Good-Practice-Kriterien - Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum"